Erst die richtige Entscheidung, dann die Förderung.
Sanieren oder verkaufen? Heizung zuerst oder Hülle zuerst? Läuft eine Wärmepumpe in meinem Altbau? Bevor Sie fünf- oder sechsstellig investieren, sollten Sie wissen, was für Ihr Gebäude technisch sinnvoll ist, was sich über 15 bis 20 Jahre rechnet — und welche Förderung dazu passt. Genau das klärt die Sanierungsstrategie.
Was steckt hinter der Sanierungsstrategie?
Kurz gesagt: Die Sanierungsstrategie ist eine vertiefte Entscheidungsberatung für Ihr Bestandsgebäude: Wir nehmen das Haus auf, rechnen die realistischen Sanierungsvarianten mit Investition, Betriebskosten und Amortisation über 15 bis 20 Jahre durch — und sprechen eine klare Empfehlung aus. Unabhängig von Förderprogrammen, aber so, dass die Förderung danach passt.
Wer ein älteres Haus saniert, steht meist nicht vor einer Frage, sondern vor einer Weggabelung: Dämmen und dann die Wärmepumpe? Oder erst die Heizung und die Hülle nach und nach? Alles in einem Zug zum Effizienzhaus — oder gezielt nur das, was am meisten bringt? Jeder dieser Wege kostet anders, spart anders und passt anders zu Ihrem Budget und Ihren Plänen. Die Sanierungsstrategie vergleicht die Wege, bevor Sie einen davon einschlagen.
Dafür nehmen wir Ihr Gebäude genauer auf als für einen Standardbericht: Bauteile, Anlagentechnik, Verbräuche und der bauliche Zustand fließen in ein Gebäudemodell ein. Auf dieser Grundlage rechnen wir zwei bis vier echte Varianten durch — jede mit Investitionskosten, Energiekosten über die Laufzeit, Instandhaltung, passenden Förderprogrammen und dem, was übrig bleibt: dem Zeitpunkt, ab dem sich der Weg für Sie rechnet.
Am Ende steht keine Liste möglicher Maßnahmen, sondern eine Empfehlung mit Begründung: Dieser Weg, in dieser Reihenfolge, aus diesen Gründen. Das Format ist frei und richtet sich nach Ihrer Frage — so tief wie nötig, nicht tiefer. Der individuelle Sanierungsfahrplan (iSFP) baut später darauf auf und sichert den Förderbonus für den Weg, der sich als richtig erwiesen hat.
Jedes Bestandsgebäude hat mehrere denkbare Wege. Die Strategie rechnet sie durch, statt zu raten.
Wann brauche ich so eine Strategie?
Sicherheit vor der großen Investition
Eine Sanierung kostet schnell fünf- bis sechsstellig. Eine falsche Reihenfolge oder eine unpassende Heizung merkt man oft erst Jahre später — dann ist das Geld ausgegeben. Die Strategie prüft vorher, ob die Richtung stimmt.
Wärmepumpe im Altbau — ja oder erst nach dem Dämmen?
Wir rechnen mit Ihren Heizflächen und Ihrer Gebäudehülle, ob eine Wärmepumpe heute schon effizient läuft, was vorher passieren muss und was beide Wege über die Jahre kosten.
Festes Budget richtig einsetzen
Wenn nicht alles auf einmal geht, entscheidet die Reihenfolge über den Erfolg. Wir zeigen, wo jeder Euro am meisten bringt — und welche Schritte man ohne Nachteil nach hinten schieben kann.
Sanieren, verkaufen oder abwarten?
Auch Nichtstun hat einen Preis: steigende Energiekosten, gesetzliche Pflichten, sinkender Gebäudewert. Die Strategie stellt die Alternativen ehrlich nebeneinander — inklusive der Option, gar nicht zu sanieren.
Die Leistung im Detail
Sanierungsstrategie oder Sanierungsfahrplan?
Beide Instrumente sind individuell und beide haben ihren Platz — aber sie beantworten unterschiedliche Fragen. Der individuelle Sanierungsfahrplan ist der geförderte Schritt-für-Schritt-Plan fürs ganze Gebäude im standardisierten BAFA-Format. Die Sanierungsstrategie geht bei der einen Entscheidung, die für Sie zählt, in die Tiefe.
Vergleich von Sanierungsstrategie und individuellem Sanierungsfahrplan
Sanierungsstrategie
Sanierungsfahrplan (iSFP)
Zentrale Frage
Was ist für mein Gebäude technisch, wirtschaftlich und strategisch der richtige Weg?
Welche Maßnahmen sind sinnvoll und förderfähig — und in welcher Reihenfolge übers ganze Gebäude?
Blick
Ihre wichtigste Entscheidung und Ihre konkrete Situation
Das ganze Gebäude, Schritt für Schritt über Jahre
Tiefe
Detaillierte Gebäudeaufnahme, echte Variantenrechnung, Wirtschaftlichkeit über 15 bis 20 Jahre, klare Empfehlung
Kein eigenes FörderprogrammDer planungsrelevante Teil kann bei Umsetzung in die geförderte Fachplanung und Baubegleitung einfließen.
Selbst gefördert: 50 % des Honorars, bis 650 € (Ein- und Zweifamilienhaus) bzw. 850 € (ab drei Wohneinheiten), dazu 5 % iSFP-Bonus auf spätere Maßnahmen
In vielen Fällen ist die Kombination das Beste: Die Strategie gibt die Richtung vor, der Fahrplan sichert anschließend den Förderbonus für genau diesen Weg. Und wenn im Erstgespräch klar wird, dass gar keine Entscheidung offen ist, sagen wir Ihnen das — dann reicht der Fahrplan, und Sie sparen sich die Strategie.
Typische Fragen, die eine Strategie brauchen
Soll ich überhaupt sanieren — oder verkaufen?
Heizung zuerst oder Gebäudehülle zuerst?
Läuft eine Wärmepumpe in meinem Altbau, oder muss ich vorher dämmen?
Ich habe ein festes Budget — wo bringt es am meisten?
Was kostet mich Nichtstun bei steigenden Energiepreisen und gesetzlichen Pflichten?
In welcher Reihenfolge über die nächsten zehn Jahre, ohne Geld zu verbrennen?
Sobald eine dieser Fragen ernsthaft im Raum steht, ist es eine Strategiefrage — und kein Fall für den Fahrplan allein.
Drei Varianten, eine Empfehlung: Die Strategie macht die Entscheidung am Küchentisch nachvollziehbar.
So läuft die Sanierungsstrategie ab
Erstgespräch: Gibt es eine echte Entscheidung?
Wir klären, was Sie vorhaben und welche Wege überhaupt in Frage kommen. Ist die Richtung schon klar, empfehlen wir Ihnen den Sanierungsfahrplan — und keine Strategie.
Gebäudeaufnahme vor Ort
Bauteile, Fenster, Heizung, Heizflächen, Verbräuche und Zustand. Daraus entsteht ein Gebäudemodell, mit dem sich Varianten belastbar rechnen lassen.
Variantenrechnung
Zwei bis vier realistische Wege mit Investition, Energiekosten, Instandhaltung und passender Förderung — verglichen über 15 bis 20 Jahre, nicht nur am Tag der Rechnung.
Empfehlung und Besprechung
Sie bekommen den Vergleich verständlich aufbereitet und eine begründete Empfehlung. Wir gehen sie gemeinsam durch, bis Ihre Fragen beantwortet sind.
Weiter zum Fahrplan und zur Umsetzung
Auf Wunsch erstellen wir anschließend den iSFP für den gewählten Weg und begleiten die Maßnahmen als Energieeffizienz-Experten — dann greift auch die Förderung.
Zur Förderung der Strategie
Die Sanierungsstrategie ist keine eigene Förderleistung. Sie verpufft aber nicht: Sobald Sie geförderte Maßnahmen umsetzen, fließt der planungsrelevante Teil unserer Arbeit in die Fachplanung und Baubegleitung ein, die der Bund mit 50 % bezuschusst. Förderfähig ist dabei nur dieser Anteil, nicht die gesamte Strategie, und nur unter den üblichen Bedingungen: Antrag vor Vorhabenbeginn, Umsetzung über einen Energieeffizienz-Experten. Wir weisen Ihnen im Angebot transparent aus, welcher Teil das sein kann.
Kurz gesagtDie Strategie sichert nicht den Zuschuss für die Beratung, sondern die Investition dahinter. Gemessen an einer Sanierung im fünf- oder sechsstelligen Bereich ist sie ein kleiner Anteil — dafür, dass der große Rest stimmt.
Stimmt, in der Planung. Der iSFP ist ein geförderter Fahrplan fürs ganze Gebäude und dafür bewusst günstig gehalten. Die Strategie setzt vorher an: bei der einen Frage, die für Sie über viel Geld entscheidet — etwa ob die Wärmepumpe in Ihren Altbau passt oder ob Sie überhaupt sanieren sollten. Bei einer Investitionssumme im fünf- oder sechsstelligen Bereich geht es dabei um deutlich mehr als um den Planungspreis.
Den iSFP nehmen wir danach mit. Er sichert den Förderbonus für den Weg, der sich als richtig erwiesen hat.
Beide sind individuell, ja. Der Unterschied ist die Tiefe und der Blick. Der iSFP betrachtet das ganze Gebäude Schritt für Schritt im standardisierten Format mit überschlägiger Wirtschaftlichkeit. Die Strategie geht bei Ihrer konkreten Entscheidung in die Tiefe: echte Varianten, mit Betriebskosten und Amortisation über 15 bis 20 Jahre durchgerechnet, mit klarer Empfehlung. Oft ist die Kombination aus beidem der beste Weg.
Nicht als eigenes Programm. Sobald Sie aber Maßnahmen umsetzen, fließt der planungsrelevante Teil unserer Arbeit in die Fachplanung und Baubegleitung ein, die mit 50 % bezuschusst wird — unter den üblichen Bedingungen: Antrag vor Beginn, Umsetzung mit Energieeffizienz-Experten, nur für den tatsächlichen Planungsanteil geförderter Maßnahmen. Den Förderbonus für die Maßnahmen selbst sichern wir zusätzlich über den iSFP. Welcher Teil förderfähig sein kann, weisen wir vorab im Angebot aus. Eine Zusage können wir nicht geben — das entscheidet die Förderstelle.
Wahrscheinlich nicht. Wenn die Richtung klar ist und es vor allem um den Förderbonus geht, ist der Sanierungsfahrplan das richtige Werkzeug. Im Erstgespräch sichern wir das kurz ab — und wenn es klar ist, sparen wir Ihnen die Strategie. Sie zu empfehlen, obwohl keine Entscheidung offen ist, wäre nicht ehrlich.
Genau das tun wir — aber belastbar, mit Zahlen statt aus dem Bauch. Die Empfehlung am Ende der Strategie ist eindeutig: dieser Weg, in dieser Reihenfolge, aus diesen Gründen. Der Unterschied zu einer schnellen Meinung ist, dass Sie nachvollziehen können, warum — und nicht in fünf Jahren merken, dass die Reihenfolge falsch war.
Für Bestandsgebäude, bei denen eine größere Entscheidung ansteht: Ein- und Zweifamilienhäuser vor dem Heizungstausch oder der Komplettsanierung, gerade gekaufte Altbauten, Mehrfamilienhäuser und Wohnungseigentümergemeinschaften, die ein festes Budget sinnvoll einsetzen wollen. Für Neubauten ist sie nicht gedacht — dort sind Lebenszyklusanalyse und Effizienzhaus-Begleitung die passenden Leistungen.